Noch 20 Tage: Google Keyword Planner ersetzt Keyword Tool

Das Google Keyword Tool soll laut Google-Ankündigung in ca. 20 Tagen dem Google Keyword Planner weichen. Es ist also höchste Zeit, sich mit dem neuen Tool, das ja schon kritisch betrachtet wurde, auseinanderzusetzen.

Unterschiede zwischen Google Keyword Planner und Google Keyword Tool

Auffallendster Unterschied ist wohl tatsächlich, dass für die Nutzung des neuen Keyword Planner die Anmeldung mit einem Google-Konto nötig ist. Das bringt aber auch einen Vorteil mit sich. Die getesteten Keywords können gleich zur späteren Verwendung übernommen werden.

Google sagt, dass der Keyword Planner sozusagen eine Zusammenfassung von Keyword Tool und Traffic Estimator ist, was ich an sich keine schlechte Idee finde! Praktisch finde ich außerdem, dass sich Keywords nun auch auf einzelne Städte auswerten lassen. Denn was half es mir, wenn mir das alte Keyword Tool anzeigte, dass mein Keyword in ganz Deutschland 20.000x pro Monat gesucht wird, wenn das in meiner Stadt eventuell viel seltener oder regional bedingt garnicht passiert. Hier gibt es also eher eine Verbesserung! Etwas weiter unten schreibe ich noch etwas dazu.

Einen weiteren Kritikpunkt kann ich nicht nachvollziehen: Die Auswertung, oder richtiger gesagt, die Prognosen, sollen nur mit der Option „Genau passend“ möglich sein. Ich habe mir den Keyword Planner angesehen und festgestellt, dass es 3 Keyword-Optionen gibt (s. Screenshot): Genau Passend, Weitgehend passend, Passende Wortgruppe. Hier sind also keine Probleme zu erwarten.


Keyword-Optionen im neuen Google Keyword Planer

Keyword-Optionen im neuen Google Keyword Planner

Interessant dürfte, wie schon angedeutet, für viele auch ein neues Feature sein: Es lassen sich nicht nur Länder und Sprachen auswerten, sondern es können auch Regionen (z.B. Bundesländer wie Bayern) und mehrere Städte angegeben werden:

Regionen oder mehrere Städte auswählen

Regionen oder mehrere Städte auswählen

Einen Kritikpunkt kann ich allerdings gut verstehen: Der Keyword Planner macht keinen Unterschied zwischen Aufrufen durch Desktop-Computer und mobile Geräte. Da die Anzeigensteuerung aufgrund der unterschiedlichen Situation und Möglichkeiten des Benutzers zu Hause oder unterwegs, am großen Bildschirm oder am Smartphone, eigentlich getrennt sinnvoll ist, hilft es wenig, wenn man hier alle Zugriffe vermischt zu sehen bekommt. Das ist eindeutig eine Verschlechterung und sollte von Google nachgebessert werden.

Weitere Unterschiede kurz aufgelistet:

  • Monatliche lokale und globale Suchanfragen werden nicht mehr nebeneinander dargestellt. Man selektiert einfach vorher durch die Optionen.
  • Die Spalte Anzeigenanteil wurde vorerst entfernt. Google arbeitet an einer Alternative, damit der Anteil an möglichen Anzeigenimpressionen wieder sichtbar wird.
  • Eine weitere Spalte Google Such Netzwerk gibt es nicht mehr. Die entsprechende Option ist links über die Ausrichtung „Google“ verfügbar.
  • Anteil bei Suchanfragen wurde gestrichen
  • Ungefährer CPC (Suche) wurde durch die Spalte „Durchschn. CPC“ ersetzt, die die gewünschte Information genauer anzeigt.
  • Die Spalten Lokale Suchtrends und Von Webseite extrahiert entfallen bzw. können nur noch manuell ausgewertet werden, wenn man sich die Ergebnisse herunterlädt. Das dürfte den meisten zu umständlich sein.

Fazit

Vergleiche mit dem Abschalten des Google Reader halte ich für verfrüht. Es gibt tatsächlich Nachteile, ja! Aber Google hat ein ordentliches Tool bereitgestellt, mit dem sich durchaus arbeiten lässt – an einigen Stellen sogar besser als vorher.

Nutzt ihr den Google Keyword Planner schon produktiv? Wie sind eure Erfahrungen? Ich freue ich über Kommentare.

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Ich bin Online Marketing Manager und schreibe in meinem Blog für Selbstständige, kleine Firmen und überschaubare Online-Marketing-Abteilungen über Best Practices und Arbeitserleichterungen. Dazu kommt gern auch mal eine Prise KnowHow. Ich freue mich über Kommentare!

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